Das Simón-Bolívar-Denkmal im Donaupark befindet sich im 22. Wiener Gemeindebezirk in der Donaustadt, nahe dem Donauturm, und gehört zu einer Gruppe von Denkmälern, die lateinamerikanischen Persönlichkeiten gewidmet sind. Es handelt sich um eine freistehende Statue des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simón Bolívar, die auf einem runden Sockel steht und 1983 errichtet wurde.
Die Skulptur wurde vom Künstler Hugo Daini geschaffen und stellt Bolívar in aufrechter Haltung dar, wodurch seine Rolle als entschlossener Anführer betont wird.
Das Denkmal war eine Spende der venezolanischen Regierung an die Stadt Wien und wurde anlässlich des 200. Geburtstags Bolívars aufgestellt, wobei es zugleich den Beginn einer Reihe weiterer Denkmäler für südamerikanische Freiheitskämpfer im Donaupark markierte.
Simón Bolívar selbst wurde 1783 in Caracas geboren und gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der südamerikanischen Geschichte. Er führte im frühen 19. Jahrhundert die Unabhängigkeitsbewegungen gegen die spanische Kolonialherrschaft an und spielte eine entscheidende Rolle bei der Befreiung mehrerer Länder, darunter Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Aufgrund dieser Leistungen wird er oft als „El Libertador“ bezeichnet und als Nationalheld in vielen Ländern Lateinamerikas verehrt. Sein politisches Ziel war die Vereinigung der neu entstandenen Staaten zu einer großen südamerikanischen Nation, doch dieses Projekt scheiterte letztlich an politischen Spannungen und regionalen Interessen.