Das Liebenberg-Denkmal befindet sich im 1. Wiener Gemeindebezirk, gegenüber dem Hauptgebäude der Universität Wien. Es ehrt Johann Andreas von Liebenberg, der von 1680 bis 1683 als Bürgermeister der Stadt Wien amtierte.
Bereits 1679 erlangte Liebenberg große Anerkennung für seine Verdienste bei der Bekämpfung einer Pestepidemie. Seine größte Errungenschaft stellte jedoch sein Einsatz während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 dar. In dieser kritischen Phase leitete er die Verteidigungsarbeiten und organisierte eine Bürgerwehr, wodurch er maßgeblich dazu beitrug, den Durchhaltewillen der Bevölkerung zu stärken. Tragischerweise erlebte Liebenberg den entscheidenden Sieg über die Türken nicht mehr, da er zwei Tage vor der entscheidenden Schlacht des Entsatzheeres verstarb. Das Denkmal würdigt ihn daher als Symbol des Sieges über die Türken.
Das Denkmal besteht aus einem gestuften Sockel, auf dem ein 9 Meter hoher Obelisk aus Stein emporragt. Vor dem Sockel liegt ein lebensgroßer, aus Bronze gefertigter Löwe. Zur Ringstraße hin halten zwei bronzene Putten ein vergoldetes Porträtmedaillon von Liebenberg. Auf der Rückseite befindet sich eine bronzene Kartusche mit einem Doppeladler. Der Obelisk wird von der vergoldeten Figur der Siegesgöttin Victoria gekrönt. Zudem ist auf der Rückseite des Obelisken eine Tafel mit einer Inschrift angebracht.