Carl Menger, einer der bedeutendsten österreichischen Nationalökonomen, wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt. Seine Grabstätte befindet sich in Gruppe 0, Reihe 1, Grab Nr. 88, einer der ältesten Ehrengräbergruppen des Friedhofs. Das Grabmal ist streng und zurückhaltend gestaltet. Zwei seitliche Steinpfeiler tragen einen breiten Abschluss mit der schlichten Inschrift „CARL MENGER“. Auf der mittleren Grabtafel sind seine Lebensjahre 1840–1921 in römischen Zahlen angegeben. Kleine Reliefdarstellungen mit Kranzmotiven ergänzen die ansonsten reduzierte Gestaltung. Das Grabmal wird dem österreichischen Bildhauer und Medailleur Richard Ruepp zugeschrieben.

Carl Menger wurde am 23. Februar 1840 in Neu Sandez in Galizien, dem heutigen Nowy Sącz in Polen, geboren. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften beschäftigte er sich zunehmend mit wirtschaftlichen Fragen.

Mit seinem 1871 erschienenen Hauptwerk „Grundsätze der Volkswirtschaftslehre“ legte Menger einen wichtigen Grundstein für die sogenannte Österreichische Schule der Nationalökonomie. Im Mittelpunkt seiner Theorie stand die Vorstellung, dass der wirtschaftliche Wert eines Gutes nicht allein durch Herstellungskosten oder Arbeit bestimmt wird, sondern durch dessen Bedeutung für die Bedürfnisse des einzelnen Menschen.

Menger lehrte ab den 1870er-Jahren an der Universität Wien und wurde 1879 zum ordentlichen Professor für Volkswirtschaftslehre ernannt. Zeitweise war er auch Lehrer des österreichischen Kronprinzen Rudolf.

Seine Arbeiten über Wert, Preisbildung, Geld und die Entstehung gesellschaftlicher Institutionen beeinflussten zahlreiche spätere Ökonomen. Carl Menger starb am 26. Februar 1921 in Wien im Alter von 81 Jahren.

Objektfotos
Wien 3D - Zentralfriedhof - Ehrengrab Carl Menger
Wien 3D - Zentralfriedhof - Ehrengrab Carl Menger

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