Grabstätte der Exekutive für die Opfer des Bürgerkriegs im Jahr 1934. Auf einer kleinen Wiese befinden sich Steine mit Namen der Gefallenen, dahinter eine Wand mit einem Engel, der einen leblos wirkenden Körper empor hält. Das Grabmal stammt von Rudolf L. Baumfeld und Norbert Schlesinger.
Im März 1933 hat der damalige Bundeskanzler Engelbert Dollfuß das Parlament ausgeschaltet. Im Zuge einer umstrittenen Abstimmung waren alle drei Nationalratspräsidenten zurückgetreten, die Sitzung war somit unterbrochen und konnte nicht fortgeführt werden. Die Regierung verhinderte einige Tage später mithilfe der Polizei den Versuch der Wiederaufnahme. Die parlamentarische Demokratie war somit abgeschafft. Kanzler Dollfuß und seine Minister regierten mithilfe des Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes aus dem Jahr 1917. Sie schränkten die Rechte der Staatsbürgerinnen stark ein. Politische Gegner wurden aufgelöst oder verboten. Am 12. Februar 1934 kommt es bei einer Durchsuchung in den Räumlichkeiten des sozialdemokratischen Republikanischen Schutzbund zur Gegenwehr. Dies ist der Beginn des dreitägigen österreichischen Bürgerkriegs, bei dem hunderte Tote und Verletzte zu beklagen sind.

Objektfotos
Wien 3D - Zentralfriedhof - Opfer des Bürgerkriegs 1934
Wien 3D - Zentralfriedhof - Opfer des Bürgerkriegs 1934

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